Tiersuche

Feline beim Trailen
Die Tiersuche oder auch Pettrailing genannt ist ein besonderer Zweig vom Trailen. Sie unterscheidet sich vom Mantrailing eigentlich nur darin, dass der Geruchsträger von einem Tier (insbesondere Hund) stammt und das Anzeigeverhalten etwas anders ist.
Zur Tiersuche kamen Feline und ich ganz blauäugig: im Sommer 2012 rief uns eine Bekannte an, die irgendwie in der Verbindung mit der Tierrettung stand und uns darum bat nach einem Hund zu suchen, der nach einem Unfall entlaufen war. Bis dahin hatte wir sowas noch nicht gemacht und ich dachte mir, kann man ja mal probieren. Damals machte ich mir noch keine Gedanken darüber, ob meine Entscheidung richtig war oder Konsequenzen hatte. Feline und ich liefen einen langen Trail, quer durchs Siepental und nachdem sie an einigen Stellen angezeigt hatte und wir doch nichts finden konnten, stellten wir die Suche irgendwann ein. Zum Glück wurde der Hund hinterher trotzdem noch an einer der Stellen, die Feline angezeigt hatte, gefunden, also ein Fast-Erfolg 🙂
Mein Interesse am Pettrailing war geweckt und so versuchte ich mir viele Infos zum Thema zu beschaffen. Das war gar nicht so einfach…
Mein Weg führte mich schließlich irgendwie zum K-9 Suchhundezentrum Rheinland und zu Oliver Muth, mit dem ich das ein oder andere Gespräch führte. Später besuchte ich einen Vortrag und bildete (auch heute noch) meinen Hund nach K-9 aus. Ich lernte viel darüber, welche Risiken die Einsätze mit sich bringen und wann es Sinn macht einen Hund/ ein Tier zu suchen.

Dies trifft insbesondere dann zu wenn

  • der Hund mit Halsband/Geschirr und Leine entlaufen ist und die Gefahr besteht, dass er irgendwo festhängt, dann ist meist dann der Fall, wenn innerhalb der ersten 24 Stunden keine Sichtmeldungen vorliegen
  • der Hund bei einem Unfall verletzt wurde und ernsthafte Verletzungen vorliegen
  • der Hund alt ist oder Gebrechen hat, die darauf schließen lassen, dass er sich nicht weit entfernen kann

In allen anderen Fällen ist meist ein Suchhundeinsatz kontraproduktiv. Gerade ängstliche Hunde treibt man meist mit einem Suchhund vor sich her und verhindert somit die Möglichkeit, dass er sich in einem Gebiet festsetzt.
Hier sind andere Maßnahmen erforderlich.

Bitte seid also nicht enttäuscht, wenn wir einen Einsatz ablehnen, aber sei d euch sicher, dass kein guter Pettrailer in den Einsatz gehen wird, wenn keine Chance auf Erfolg besteht.

Am 9.11.2013 waren Feline und ich im Einsatz und konnten so den kleinen Django retten. Die Erfolgsgeschichte könnt ihr hier nachlesen.

Übrigens: unsere Einsätze sind kostenfrei, falls wir Erfolg haben, freuen wir uns aber über eine kleine Spende für unseren Patenhund „Sol“ im Tierheim Kranenburg-Mehr.

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