17 August 2012

Rescue Day in der Kletterfabrik

geschrieben von Mandy unter: Geocaching .

Es ist zwar schon ne Woche her, trotzdem möchte ich noch gerne über diesen Tag berichten, denn er hat bei mir bleibende Spuren hinterlassen (und das nicht nur in Form von blauen Flecken 😯 )

Rettung BeneDer Termin stand eigentlich schon länger im Kalender vom Erlebnis-Projekt und doch hatte ich ziemlich lange überlegt, ob ich mich anmelden soll. Ein ganzer Tag über Rettung aus dem Seil, konnte das spannend werden und reichte es denn nicht, was ich bisher im Kurs gelernt hatte?
Ganz spontan entschied ich mich dann zur Anmeldung, klärte meinen Tag Urlaub in der Firma und so konnte es morgens schon losgehen nach Nordwalde. Ich hatte vorher nachgefragt, wieviele sich angemeldet haben und rechnete nicht mit vielen Leuten.
Ich war als zweites da, einer, den ich schon vom Training in der Kletterfabrik kannte, war schon vor mir da, offensichtlich hatte er da wohl übernachtet, denn man, ich war ja schon früh dran 😉
Andi (unser Trainer für den Rescue Day) gesellte sich schnell zu uns und so nach und nach trödelten dann auch die anderen ein.
Wir starteten den Tag mit Kaffee und einer kurzen Gesprächsrunde darüber, was wir uns von dem Tag versprachen und welche Erwartungen wir haben. Kurz danach ging es los.
Alle ab in die Gurte und während wir damit beschäftigt waren, dachte sich Andi schon die erste Gemeinheit für uns aus.
Er baute sich hinten am Kamin in eine ziemlich blöde Situation in die Seile an. Dann waren wir als Gruppe gefragt und sollten überlegen, wie wir ihn aus dieser Situation retten könnten. Das war nicht so einfach, denn er hing dorsal in den Firehooks und im blockierten Locker sternal angeschlagen. Das Seil hatte er ins ID (mit Absicht) falschherum eingelegt. Wir standen dann also da und überlegten und schmiedeten Pläne. Es dauerte ne halbe Ewigkeit (und für den Ernstfall wäre es sicher schon zu spät gewesen) bis wir den Ansatz einer Idee hatten: Ich durfte also erstmal ins Seil und sollte zu Andi aufsteigen. Zwei andere unseres Teams nahmen die Seilstrecken jeweils links und rechts von Andi in Beschlag. So konnte einer ihn beruhigen, einer aufpassen, dass er keinen weiteren Blödsinn macht und der dritte ihn retten. Erst ging es dann mit ihm nach oben auf die Plattform und dann nach unten an den Hallenboden. Ende gut, alles gut :mrgreen: wir hatten unsere (ziemlich widerspänstige HoliPe) das erste Mal an diesem Tag gerettet.

Nachdem wir die Rettung dann nochmal besprochen hatten, baute sich jemand anders genauso in die Seile und wir übten die Rettung unter Anleitung von Andi nochmal. Das klappte diesmal richtig gut in einer Zeit von 5:35 min und alle waren zufrieden.

Ein erster Blick auf die Uhr verriet uns, dass es schon Mittag war, und da die Imbissbude unserer Wahl nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit geöffnet war, stand erstmal die Stärkung auf dem Plan.

Nach dem Mittag ging es dann direkt in die nächste Runde, erst stand die Rettung aus der Bruststeigklemme auf dem Plan und anschließend eine Rettung, bei der nur eine Seilstrecke zur Verfügung stand.
Mandy als HiloPeDa ich eine der wenigen Teilnehmerinnen war, die eine Bruststeigklemme am Gurt eingebaut hatten, musste ich als HiloPe ran und Andi demonstrierte an mir, wie es mit der Rettung geht. Ich fand das schon da ziemlich schwierig und dachte mir nur, dass nicht mal in die Situation kommen möchte, wo ich jemanden aus der BSK retten muss.
Ich stellte mich noch ein zweites Mal zur Verfügung, diesmal sollte mich Heike unter Anleitung retten und nachdem auch sie ziemlich Probleme mit dieser Art der Rettung hatte, merkte ich das erste Mal, was ein Hängetrauma ist. Meine Beine fingen an zu kribbeln und mir wurde leicht übel. Heike merkte ziemlich schnell, dass es sich nun um keinen Spaß mehr handelt und konnte mich dann auch recht schnell und sicher an den Boden bringen. Zum Glück, denn so ging es mir dann schnell wieder gut.
Anschließend kamen dann die Rettungen aus einer Seilstrecke und eine „normale“ Rettung. Hier mussten jetzt auch mal die Jungs ran. 😎

Dann stand uns eine schwierige Aufgabe bevor (als wenn es bis dahin einfach gewesen wäre). Andi, mal wieder als HiloPe unterwegs, hing sich unter die Hallendecke, diesmal in eine horizontale Seilstrecke. 😯 😯 😯
Wir hatten diesmal überhaupt keinen Plan, erhielten aber „Hints“ 😎 von Andi. Da keiner sich opfern wollte und ich ja was lernen wollte, bot ich an, die Rettung oben zu übernehmen.
Andi unter der HallendeckeIch war bis zu diesem Tag noch nie zuvor in der horizontalen Seilstrecke geklettert, wollte es dennoch unbedingt versuchen. Andi hing da ganz gemütlich und ich bekam letzte Anweisungen, wie ich mich in die horizontale Seilstrecke einzubauen hatte.
Mandy baut sich in die horizontale Seilstrecke einDann gings auch schon los…

Der erste Abschnitt war noch etwas mühevoll, aber ich hatte ja einen Auftrag und wollte es unbedingt schaffen. Also gab ich Gas und schaffte es dann auch immer wieder von der einen in die andere Seilstrecke und kam schließlich bei Andi an. Dann musste ich oben ein neues Seil mit ID einbauen, den Andi von allem möglichen Zeug befreien und noch schauen, dass er mir nicht aus den Latschen kippt. Das Ganze dauerte eine gefühlte Ewigkeit und war sowas von anstregend… 😯 😯 😯
Dank Teamwork schafften wir es trotzdem Andi zu Boden zu bringen, auch wenn es ihm dann erstmal nicht ganz so gut ging. Kein Wunder, es war auch sowas von warm da oben…
Bis ich aber den ganzen Rückweg absolviert hatte und auf der Plattform angekommen war, war er aber wieder in Ordnung :mrgreen:
Hinterher besprachen wir noch das ein oder andere, und waren dann der Meinung, dass wir genug hatten. Schließlich war es jede Menge Input, den wir an diesem Tag bekommen hatten.
Nach und nach verabschiedeten sich die Teilnehmer. Ich aber blieb noch zum offenen Training, denn die Rettung aus der BSK wollte ich ja auch mal testen. Ich fand sogar einen Freiwlligen 😉 Und ich wollte die BSK generell austesten, also am Seil damit hoch, Umbau ins ID und dann wieder runter.

Danach war ich dann sowas von fertig. Ich glaub, ich hätte den ganzen nächsten Tag durchschlafen können, nur leider musste ich arbeiten. 😥

Faszit: Ich habe keine Minute meine Entscheidung zu diesem Tag bereut. Ich würde es jedem empfehlen. Es war ein gelungener, abwechslungsreicher, anstrengender und informativer Tag.
Danke Andi!
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung!

Besucht doch auch mal die Seiten vom Erlebnis Projekt.

One Comment so far...

Der erste Rescue-Day in der Kletterfabrik am 07.08.12 | www.Erlebnis-Projekt.de Says:

25 September 2012 at 19:46.

[…] Rescue-Day in der Kletterfabrik der Erlebnismanufaktur statt. Die “Wauzibande” hat hier einen tollen Bericht dazu verfasst. Veröffentlicht unter […]

Leave a Reply

Wähle aus

Kalendar

September 2018
M D M D F S S
« Mrz    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Kategorien

Lieblingsseiten